Als Eigentümer eines Mehrfamilienhauses in Zürich stehen Sie vor einer Frage, die immer mehr Liegenschaftsbesitzer beschäftigt: Wie lässt sich das Dach sinnvoll nutzen – und wie profitieren auch die Mieter davon?
Die Antwort ist klarer denn je: mit einer Photovoltaikanlage und einem gut strukturierten ZEV- oder vZEV-Modell. Mehrfamilienhäuser sind für Solarstrom besonders attraktiv. Viele Wohnparteien verbrauchen tagsüber Strom – genau dann, wenn die Solaranlage produziert.
Dieser Ratgeber erklärt, wie das konkret funktioniert, was es kostet und wie viel Förderung Sie im Kanton Zürich erhalten.
1. Warum Mehrfamilienhäuser besonders gut für Photovoltaik geeignet sind
Bei einem Einfamilienhaus verbraucht tagsüber oft nur eine Person Strom. Das macht die Eigenverbrauchsquote niedrig – viel Solarstrom fliesst ungenutzt ins Netz.
Ein Mehrfamilienhaus ist ganz anders. Mehrere Haushalte verbrauchen Strom zu verschiedenen Zeiten – Homeoffice, Waschmaschinen, Kochen. Das verteilt den Verbrauch gleichmässiger über den Tag. Die Solaranlage trifft viel öfter auf aktiven Bedarf.
Das Ergebnis: wesentlich höhere Eigenverbrauchsquote
Während ein Einfamilienhaus ohne Speicher rund 30–40 % des Solarstroms selbst verbraucht, erreicht ein Mehrfamilienhaus mit ZEV 60–80 %. Das ist der entscheidende Unterschied – und der Grund, warum sich PV-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern oft schneller amortisieren als auf Einfamilienhäusern.
Zahlenbeispiel: Ein 8-Parteien-MFH in Oerlikon mit einer 25-kWp-Anlage produziert rund 23’750 kWh pro Jahr. Bei 70 % Eigenverbrauch werden 16’625 kWh intern genutzt – zu 28 Rp./kWh statt dem Einspeisetarif von 8 Rp./kWh. Das macht einen jährlichen Mehrwert von rund CHF 3’325 allein durch den Eigenverbrauch.
2. ZEV, vZEV und LEG – was bedeutet was?

Seit dem 1. Januar 2026 gilt das neue Stromversorgungsgesetz (StromVG). Es hat die Regeln für den gemeinsamen Solarstromverbrauch grundlegend vereinfacht. Für Liegenschaftsbesitzer in Zürich gibt es jetzt drei Modelle.
🏢 ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch)
Das klassische Modell für ein einzelnes Gebäude.
- Mehrere Parteien im selben Haus teilen Solarstrom
- Abrechnung über die bestehende Hausinstallation
- Kein Umbau der Messinfrastruktur nötig
- Der Eigentümer stellt Mietern Strom in Rechnung
- Tarif muss unter dem Netzstrompreis liegen
🔗 vZEV (virtueller ZEV)
Das neue Modell für mehrere Gebäude ohne physische Verbindung.
- Mehrere Gebäude teilen Solarstrom virtuell
- Voraussetzung: Smart Meter bei allen Teilnehmern
- Ideal für Liegenschaften mit mehreren Gebäuden
- Seit 2026 dank StromVG einfacher umsetzbar
- Eigentümer beliefert mehrere Objekte mit einem Dach
Welches Modell passt zu meiner Liegenschaft in Zürich?
| Situation | Empfohlenes Modell | Vorteil |
|---|---|---|
| 1 Gebäude, mehrere Wohnungen | ZEV | Einfachste Umsetzung, kein Umbau nötig |
| 2–3 Gebäude desselben Eigentümers | vZEV | 1 Dach versorgt mehrere Objekte |
| Gemischte Nutzung (Wohnen + Gewerbe) | ZEV oder vZEV | Gewerbe hat hohen Tagesverbrauch → ideal |
| Mehrere Eigentümer im Quartier | LEG | Grösstes Potenzial, etwas mehr Koordination |
3. Was kostet eine Photovoltaikanlage für ein Mehrfamilienhaus in Zürich?
Die Kosten hängen vor allem von der Anlagengrösse und der Dachsituation ab. Mehrfamilienhäuser haben oft grössere Dachflächen – das erlaubt grössere Anlagen mit günstigerem Preis pro kWp.
| Anlagengrösse | Für MFH mit | Bruttokosten | Kosten/kWp | Jahresertrag Zürich |
|---|---|---|---|---|
| 15 kWp | 4–6 Wohneinheiten | CHF 22’000–30’000 | CHF 1’450–2’000 | ca. 14’250–15’750 kWh |
| 25 kWp | 6–10 Einheiten | CHF 34’000–45’000 | CHF 1’350–1’800 | ca. 23’750–26’250 kWh |
| 35 kWp | 10–15 Einheiten | CHF 44’000–58’000 | CHF 1’250–1’650 | ca. 33’250–36’750 kWh |
| 50 kWp | 15–20 Einheiten | CHF 58’000–75’000 | CHF 1’150–1’500 | ca. 47’500–52’500 kWh |
4. Förderung Photovoltaik Mehrfamilienhaus Zürich 2026
Auch für Mehrfamilienhäuser gibt es attraktive Förderungen. Entscheidend ist die Anlagengrösse – ab 30 kWp gilt ein anderer Fördertarif.
Bundesförderung via Pronovo (Einmalvergütung EIV)
| Anlagengrösse | Fördersatz 2026 | Beispielförderung |
|---|---|---|
| Bis 30 kWp (KLEIV) | CHF 360 pro kWp | 25 kWp → CHF 9’000 |
| Bis 30 kWp (Maximum) | CHF 360 pro kWp | 30 kWp → CHF 10’800 |
| 30–100 kWp (KLEIV) | CHF 300 pro kWp | 50 kWp → CHF 15’000 |
ewz Stadtförderung (Stadt Zürich, ab 1. August 2026)
Liegt das Mehrfamilienhaus im ewz-Versorgungsgebiet? Dann kommen zusätzliche Beiträge dazu:
- PV-Grundbeitrag: CHF 5’000 (erhöht ab 1. August 2026)
- Pauschalbeitrag Neubewilligung: CHF 3’000 (neu)
- Batteriespeicher: ab 1. August 2026 ebenfalls förderfähig
Steuerlicher Abzug – besonders für Liegenschaften interessant
Die gesamten Investitionskosten können als Liegenschaftsunterhalt vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden – auf Kantons- und Bundesebene. Für eine CHF 45’000 Anlage und einen Steuersatz von 30 % bedeutet das CHF 13’500 Steuerersparnis.
Vermieter dürfen den Steuerabzug auf bis zu 3 Jahre verteilen. Das entlastet den Cashflow deutlich.
Gesamtbeispiel: 25-kWp-Anlage, 8-Parteien-MFH, Zürich Oerlikon
| Position | Betrag |
|---|---|
| Bruttokosten PV-Anlage 25 kWp schlüsselfertig | CHF 40’000 |
| – Pronovo EIV (25 × CHF 360) | – CHF 9’000 |
| – ewz Grundbeitrag + Bewilligungspauschale | – CHF 8’000 |
| – Steuerabzug (ca. 30 %) | – CHF 6’900 |
| Nettoinvestition nach Förderung | ca. CHF 16’100 |
| Jährlicher Stromwertvorteil (ZEV, 70 % Eigenverbrauch) | ca. CHF 3’300–4’200 |
| Amortisation | ca. 4–5 Jahre (netto!) |
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5. Mieterstrom im Mehrfamilienhaus Zürich – so funktioniert die Abrechnung
Der Begriff klingt kompliziert, ist aber einfach erklärt. Als Vermieter installieren Sie eine PV-Anlage auf dem Dach. Der produzierte Solarstrom wird an Ihre Mieter verkauft – zu einem Tarif, der günstiger ist als der Netzstrom vom Versorger.
Was darf der Mieterstromtarif kosten?
Das ist gesetzlich geregelt. Der interne Solartarif darf den lokalen Netzstromtarif nicht überschreiten. Im Kanton Zürich liegt dieser bei 27–32 Rp./kWh. Sinnvoll sind Tarife zwischen 18–24 Rp./kWh – das ist für Mieter günstiger als Netzstrom, für den Vermieter aber deutlich attraktiver als der Einspeisetarif (ca. 8–14 Rp./kWh).
Vorteile für den Eigentümer
- Höherer Ertrag pro kWh als bei Netzeinspeisung
- Liegenschaft wird attraktiver – geringere Leerstände
- Nachhaltigkeit als Argument bei Neuvermietung
- GEAK-Bewertung verbessert sich – steigert Verkehrswert
- Staatliche Förderung für die Investition nutzbar
Vorteile für die Mieter
- Günstigerer Strom ohne eigene Investition
- Nachhaltiger Strom vom eigenen Dach
- Keine Kündigung des bestehenden Netzvertrags nötig
- Ergänzender Netzanschluss bleibt bestehen (wenn PV-Produktion nicht reicht)
6. Worauf Sie bei der Planung achten sollten
Ein Mehrfamilienhaus ist komplexer als ein Einfamilienhaus. Die Planung braucht mehr Sorgfalt – und einen Installateur, der ZEV-Strukturen kennt.
Dachsituation
Viele MFH-Dächer in Zürich sind Flachdächer. Das ist für Photovoltaik gut geeignet. Die Module werden auf Aufständerungen in den optimalen Winkel gebracht. Ost-West-Aufteilung ist häufig ideal – sie produziert gleichmässiger über den Tag.
Verbrauchsprofil der Mieter
Wir analysieren den historischen Stromverbrauch aller Parteien. So dimensionieren wir die Anlage passgenau – nicht zu gross, nicht zu klein. Ziel ist eine hohe Eigenverbrauchsquote für maximale Wirtschaftlichkeit.
Smart Meter
Für den ZEV oder vZEV brauchen alle Parteien einen Smart Meter. Im Kanton Zürich sind Smart Meter bei ewz-Kunden zunehmend Standard. Wir koordinieren die Umrüstung mit dem Netzbetreiber für Sie.
Abrechnungssoftware
Für die Abrechnung des Mieterstroms brauchen Sie eine geeignete Software. Eno Solar empfiehlt bewährte Schweizer Lösungen, die direkt mit dem Energiemanagementsystem verknüpft werden können.
7. Schritt für Schritt zur PV-Anlage am Mehrfamilienhaus in Zürich
Wir analysieren Dach, Verbrauchsprofile und Ihre Fördersituation. Wir prüfen, ob ZEV, vZEV oder LEG für Ihre Liegenschaft Sinn macht – und dimensionieren die Anlage optimal. Kostenlos, in 48 Stunden.
Wir helfen bei der ZEV-Vereinbarung mit den Mietern, dem Tarif und der vertraglichen Absicherung. Mieter müssen informiert und müssen zustimmen – wir unterstützen dabei.
Individuelle Planung: Modultyp, Wechselrichter, Energiemanagementsystem, Smart-Meter-Anbindung und Abrechnungslösung. Transparente Offerte ohne versteckte Kosten.
Eno Solar stellt alle Förderanträge für Sie – Pronovo, ewz, Kanton. Kein Formular, kein Fristenproblem. Sie müssen sich um nichts kümmern.
Unser eigenes, ESTI-zertifiziertes Team installiert die Anlage – kein Subunternehmer, ein Ansprechpartner. Montage, Verkabelung, Energiemanagementsystem, Smart-Meter-Koordination.
Wir nehmen die Anlage in Betrieb, konfigurieren das Energiemanagementsystem und schulen Sie für die Mieterabrechnung ein. Ab jetzt läuft alles automatisch.
Per App sehen Sie jederzeit Solarertrag, Eigenverbrauch aller Parteien und Einspeisung. Eno Solar überwacht dauerhaft und kostenlos – kein Abo, keine Folgekosten. Mehr dazu unter unsere Leistungen.
8. Ist mein Mehrfamilienhaus in Zürich für Photovoltaik geeignet?
Meistens ja. Folgende Punkte prüfen wir bei der kostenlosen Erstberatung:
- Dachfläche: mind. 60–80 m² für eine sinnvolle MFH-Anlage (15+ kWp)
- Ausrichtung: Süd, Ost oder West – auch Ost-West-Split auf Flachdach möglich
- Baujahr: Dach sollte noch mind. 15–20 Jahre halten
- Smart Meter: Für ZEV/vZEV bei allen Parteien nötig – wir koordinieren
- Mieterzustimmung: Mieter müssen dem ZEV zustimmen – wir helfen bei der Kommunikation
- Kein Denkmalschutz: Schutzobjekte brauchen Baubewilligung – wir klären das vorab
- Fernwärmegebiet: Kein Einfluss auf PV-Anlage – aber relevant bei Wärmepumpe
🔗 Weiterführende Ratgeber von Eno Solar:
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- Unsere Referenzprojekte im Kanton Zürich
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Häufige Fragen – Photovoltaik Mehrfamilienhaus Zürich
Lohnt sich eine Solaranlage für ein Mehrfamilienhaus in Zürich?
Was ist der Unterschied zwischen ZEV und vZEV?
Wie viel Förderung gibt es für eine PV-Anlage am Mehrfamilienhaus in Zürich?
Müssen alle Mieter dem ZEV zustimmen?
Wie gross soll die PV-Anlage für mein Mehrfamilienhaus sein?
Kann ich als Vermieter den Mieterstrom selbst abrechnen?
Fazit: 2026 ist der ideale Zeitpunkt für PV am Mehrfamilienhaus in Zürich
Das neue Stromversorgungsgesetz hat die Rahmenbedingungen für Mieterstrom und ZEV deutlich verbessert. Die Förderung ist attraktiv, die Technologie ausgereift und die Wirtschaftlichkeit überzeugend.
Wer jetzt eine PV-Anlage auf seinem Mehrfamilienhaus in Zürich installiert, profitiert von günstigen Modulpreisen, voller Förderung und einer langen Amortisationszeit vor sich.
Eno Solar ist Ihr lokaler Partner für Photovoltaikanlagen auf Mehrfamilienhäusern im Kanton Zürich. Wir kennen ZEV, vZEV und Mieterstromabrechnung aus der Praxis – und begleiten Sie von der ersten Beratung bis zur laufenden Überwachung.
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